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Felasjour- Die Kinder des Waldes
Science Fiction/Fantasy
Geschrieben von Farina Kiefer   

E x p o s é :

bvscifi
 

Auf den ersten Blick ist Enward ein ganz friedliches Land, ähnlich der Welt in der wir leben. Doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich die düstere Vorgeschichte des ´´Friedens´´ der dort herrscht. Vor langer Zeit nämlich gehörte das Land den Elfen, Zwergen und Drachen. Als jedoch die Menschen über das Meer kamen und begannen einen blutigen Krieg gegen die Ureinwohner zu kämpfen, verbündete sich die wahrscheinlich stärkste Macht von allen mit ihnen - das Nichts. Das Nichts ist tödlich, gerissen, verführerisch und kann jeden in seinen Bann ziehen. Und auch noch 700 Jahre nach dem Krieg zwischen Menschen und Drachen steht seinem Willen, ganz Enward zu zerstören nichts im Weg. Außer Vendredy, einer der letzten Elfen auf ganz Enward. Vendredy hat eine Aufgabe - Er soll die letzten Eier der Drachen finden und mit ihrer Hilfe gegen das Nichts antreten. Gemeinsam mit seinen Gefährten begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch die Welt der Menschen.

L e s e p r o b e : 

 

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

  

  

  

  

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

  

  

     

  

  

  

  

  

  

  

 

  

  

 

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

  

  

  

  

  

  

 

  

  

  


  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

  

    

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

  

 

 

Der Zyn und der Zwölf
Vendredy sog die kühle Luft ein, die über den Salzsee wehte und nach Sommermorgen roch. Drei Tage waren seit dem Tag verstrichen, als Lunaris sich die Knochen brach. Sie hatten nun den Fuß des Lanu Gebirges erreicht, dass sich bedrohlich und mit unbekannten Wegen und Tücken vor ihnen erstreckte. Vendredy war voraus geritten, um zu prüfen, dass keine Gefahr bestand, den See zu überqueren, denn dieser bot keinerlei Versteckmöglichkeiten. Calypsos Hufe verursachten bei jedem Schritt ein weiteres dumpfes Geräusch, auf dem Salz bedecktem Boden der in den unterschiedlichsten Farben schillerte. Hier und dar ragte ein Salzkristall aus dem ausgetrocknetem Boden hervor. Vorkas kreiste, mit Mendelin auf dem Rücken über ihnen am Wolken verhangenen Himmel, wobei er immer wieder einen schrillen Schrei ausstieß, um zu sagen, dass er noch bei ihnen sei. Mendelin hatte in Zwischenzeit einen Mantel von Lunaris angezogen, denn sie hatte dieselbe Größe. Vendredy kam sich winzig vor, wie er da so vor den riesenhaften Bergen entlang ritt, wie eine Maus unter Elefanten. Er schaute sich noch einmal um, nur um sicher zu gehen, dass keine Gefahr bestand. Im Osten, der rechts von ihm lag, sah man nichts als den wüstengleichen Salzsee, der sich über mehrere Kilometer ausdehnte und kaum eine Lebensform zuließ, nur der Stachelschwanzgecko und einige Skorpione sowie Ameisen hatten es geschafft, sich an solch einem tristen Ort nieder zu lassen. Im Westen, der sich zu seiner Linken ausdehnte, floss der Eldor, den sie überqueren mussten, um im Lanu Gebirge zu landen, das hinter dem Fluss lag. Vendredy hatte Kopfschmerzen. In der vergangenen Nacht hatte er erneut vom Brock und dem langbärtigen Mann geträumt. Er versuchte an etwas anderes zu denken und wandte sich nach hinten. Im Süden, wo er herkam lagen ein paar Felsen, in deren Schatten sich Lunaris und Shiela geduckt hatten. Vendredy hob die Hand, um ihnen zu signalisieren, dass keine Gefahr bestand den Salzsee zu überqueren. Lunaris kam zusammen mit Shiela hinter dem Felsvorsprung hervor getrabt. Vendredy drehte sich in Richtung Eldor. Der Wind peitschte ihm durchs Gesicht und lies seine Haare fröhlich flattern. Vorkas stürzte in einem steilen Sinkflug zu Boden und landete direkt vor Vendredys Pferd. Calypso, der den Feuervogel nicht leiden konnte, scheute und versuchte durchzugehen, woran ihn sein Reiter jedoch hinderte. Mendelin sagte: „ Ich schaue mal, wo wir ohne Probleme über den Fluss kommen.“ Vendredy antwortete: „Suche am besten eine flache Stelle, sonst bekommen wir Lunaris nie da rüber.“ Mendelin flog ohne ein weiteres Wort in Richtung Fluss davon. Wenige Sekunden später erschien Lunaris an Vendredys Seite, um ihm zu sagen: „ Ich fliege nie wieder auf diesem Monstervogel, dass kannst du mir glauben.“ „ Ich glaube dir“, meinte Vendredy, der auch nicht sehr begeistert vom Fliegen war. „ Mendelin sucht eine sichere Stelle, um den Fluss zu überqueren?“, fragte Lunaris. „ Ja“, kam es von ihm. Lunaris schnaubte: „ Wie kann man nur so eine Bestie als Haustier halten?“ „ Ach, lass ihn doch.“ Lunaris wandte sich aufgeregt ab. Als sie den Fluss erreichten, der sich so weit ausdehnte, dass sie das andere Ufer nicht sehen konnten, dafür aber um so flacher war, landete Vorkas auf dem farbenfrohem Sand zu ihren bloßen Füßen und krächzte fröhlich. Mendelin sprang von dem brennenden Vogel hinunter, wobei er bunte Staubwolken aufwirbelte. Shiela tänzelte aufgeregt einige Meter nach hinten, was Lunaris, der ebenfalls nicht mit dem Vogel zu tun haben wollte, ganz recht war. Mendelin rief: „ Ich habe einen Weg gefunden. Wir müssen uns beeilen, es sieht nach Regen aus und Vorkas darf nicht nass werden, sonst erlicht sein Feuer und dass würde für ihn den Tod bedeuten.“ Vendredy meinte: „ Nicht nur das, wenn es zu regnen beginnt, kommt alles Wasser zusammen von den Bergen geflossen und wir können nicht mehr über den Eldor gehen.“                „ Das stimmt auch wieder und ich fliege nicht noch einmal mit diesem Ding!“, flüsterte Lunaris, aber so leise, dass nur Vendredy ihn hörte. „ Wo ist die Stelle, an der wir das andere Ufer erreichen können?“, fragte Vendredy. „ Ich führe euch hin“, lächelte Mendelin. Vorkas breitete die mächtigen Schwingen aus und stieß sich vom vertrockneten Boden ab, wobei sich seine goldenen Klauen in den Sand gruben und jeweils ein kleines, rundes Loch hinterließen. „ Komm“, sagte Vendredy zu Lunaris und zusammen folgten sie dem leuchtenden Zegria, der krächzend über dem Fluss nach Osten, hinein in die Salzwüste flog. Es dauerte nicht lang, bis sie die angeblich sichere Stelle gefunden hatten, zu der Mendelin sie geführt hatte. Das schlammige Wasser spritzte bis an Vendredys Kopf und beschmutzte seinen schwarzen Reiseumhang, was im Gegensatz zu Calypsos Fell nicht besonders schlimm war. Das weiße Elfenpferd war von Mähne bis Schweif über und über mit Dreck bespritzt. Vendredy war froh, nach mehreren Minuten endlich die andere Seite des Flusses zu erblicken. Shiela war mit Lunaris auf dem Rücken weit nach hinten gefallen, um Lunaris gebrochene Knochen nicht in Mitleidenschaft zu ziehen. Darum war Vendredy der Erste, der die felsige Erde des anderen Ufers betrat. Er brach sich fast den Hals, um den Kopf so weit in den Nacken zu lagen, dass er die Gipfel der Berge sehen konnte. Calypso schnaubte auffordernd. Er stieg von dem Rücken des Pferdes hinunter und klopfte ihm auf die schlammverschmierte Flanke, um ihn zu loben. Lunaris kam mit Shiela angetrottet und meinte: „ Ein Anblick, den nicht jeder Elf in seinem Leben genießen kann.“ „ Ich habe noch nie Berge oder Wüste gesehen“, gab Vendredy von sich, „ Aber ich bereue diese Aussicht nicht.“ Lunaris lies einen zustimmenden Laut hören und nickte abwesend. Vorkas landete in einiger Entfernung, setzte Mendelin ab und zog wieder los. Mendelin        sagte: „ Wir haben eine Höhle gefunden, in der wir bleiben können, bis der Regen vorbei ist.“ „ Wo ist diese Höhle?“, wollte Lunaris wissen. „ Nicht weit von hier, weniger als eine Viertelstunde zu laufen“, antwortete Mendelin. „ Dann mal los!“, kam es von Vendredy. Mendelin lief voraus und führte sie über felsige Pfade, an denen nur spärliche Pflänzchen wuchsen, hin zu einem großen, schwarzen Loch, das einen Eingang bildete. „ Da wollt ihr rein gehen?“, fragte Lunaris von Shielas Rücken hinunter. „ Wo denn sonst?“, schnaubte Mendelin. „ Ich weiß nicht, ich habe ein seltsames Gefühl dabei“, meinte Vendredy. Ein schriller Schrei lies sie herumfahren. Vendredy riss sich den Elfenbeinbogen von der Schulter und legte einen silbernen Pfeil an die straff gespannte Bogensehne, in der gleichen Bewegung fuhr er herum. Was er dort sah lies sein Herz vor Schreck schneller schlagen. Mit aufgerissenem Maul,  aus dem spitze Zähne ragten, von denen zwei besonders in die Länge gezogen waren und großen roten Augen, die insektenartig wirkten, hing da ein ausgewachsener Zyn. Er hatte seine Klauen tief in einen Felsvorsprung gebohrt und seine riesigen, Fledermausflügel ausgefahren. Sie streiften mit mehr als vier Meter Spannweite den Stein zu ihren Seiten. Seine großen Fledermausohren berührten beinahe den felsigen Boden und er schrie, fast so laut wie Vorkas nur in einer viel schrecklicheren Tonhöhe. Vendredy wollte gerade den Silberpfeil abschießen, als ihn von hinten etwas packte. Er ließ den Pfeil los, der sein Ziel um wenige Zentimeter verfehlte und schwirrend in einem blätterlosen Busch hängen blieb. „ Schieße nicht auf den Zyn“, flüsterte ihm eine unbekannte Stimme ins Ohr. Er versuchte sich los zu reißen, konnte den festen Griff des Etwas, dessen Hand sich um seinen Arm gelegt hatte, aber nicht lösen. Verzweifelt probierte Vendredy sich um zu drehen, doch auch das gelang ihm nicht. „ Bleib ruhig!“, sagte die Stimme, „ Ich tue dir nichts.“ Die riesige Vampirfledermaus stieß erneut einen Ruf aus, der diesmal aber tiefer klang. Mendelin kreischte einen klagenden Feuervogellaut zum Himmel empor. Der Zyn schlug einige Male mit seinen zerrupften Flügeln, wobei er sie sich an den Felsenwänden aufschürfte. Schwarzes Zynblut tropfte auf den steinigen Gebirgsweg. Die Fledermaus erhob sich in die Luft und verschwand im dunklen Eingang der Höhle. Der Griff um Vendredys Arm lockerte sich und die Stimme begann zu reden: „Ich werde euch loslassen, wenn ihr mir versprecht nicht auf die Zyn oder mich zu schießen.“ „ Lunaris ließ ein ersticktes Husten hören und presste zwischen den Zähnen hervor: „ Ich verspreche es.“ Vendredy meinte: „ Ich ebenfalls.“ „ Du hast unser Wort“, rief Mendelin. Calypso lies ein leises Schnauben vernehmen. „Gut, dann lasse ich euch nun frei“, sagte die Stimme. Vendredy atmete erleichtert auf, als die Hand sich von seiner Schulter löste. Er wandte sich um und sah etwas. Nun genauso wie bei Vorkas wusste er nicht was es sein sollte, was dort vor seiner Nase stand. Es hatte acht lange, dünne behaarte Beine und einen runden Körper. Auf dem Körper saß ein Kopf, dessen durchdringende grüne Augen ihn neugierig anstarten. Das Etwas hatte lange schwarze Haare und spitze Elfenohren.   
 „ Wer und was bist du?“, wollte Lunaris wissen. „Mein Name ist Lembras. Einst war ich ein Elf wie ihr auch, doch diese Zeit ist längst vorbei. Nun nennt man mich den Zwölf. Wie sind eure Namen?“ Vendredy antwortete: „ Das ist Mendelin, dies Lunaris und ich heiße Vendredy.“ „ Es ist schön wieder Elfen zu sehen“, meinte Lembras. „ Warum siehst du so anders aus als wir?“, befragte Mendelin den Zwölf. „ Ich werde euch alles erklären, aber kommt doch erst mal herein.“ Lembras deutete zum Höhleneingang hin.
 „ Da rein? Da wohnt doch der Zyn“, keuchte Lunaris. „ Ja, und ich wohne dort auch, zusammen mit einer Zynkolonie von etwa 150 Vampirfledermäusen.“ „ Du lebst in einer Höhle mit Zyn zusammen?“, wunderte sich Vendredy. „ Ja und sie sind völlig harmlos, interessieren sich nur fürs Schlafen und in der Nacht jagen sie nach Nolvs.“ „ Was sind Nolvs?“, fragte Mendelin „ Nolvs sind Bergeichhörnchen. Sie werden nicht besonders groß und fressen die Früchte des Nentandusbaumes.“ „ Können wir einen Zegria mit in die Höhle nehmen? Es sieht nach Regen aus und sein Feuer würde erlöschen, wenn er mit dem Wasser in Berührung kommen würde.“ „ Aber natürlich“, sagte der Zwölf. Vorkas landete kreischend auf dem steinernen Pfad hinter Lunaris Rücken. Lunaris schaute unglücklich drein, als der Vogel sich in den Höhleneingang stürzte. Kurze Zeit später begann es wie aus Kübeln zu gießen. „ Kommt rein!“, rief Lembras. Zögernd schlüpften sie in die von Vorkas brennenden Federn erhellte Dunkelheit. Als sich Vendredys Augen an das Halbdunkel der Höhle gewöhnt hatten, sah er sich mit zusammengekniffenen Augen um. Ein langer Gang, der sich wahrscheinlich über Jahrhunderte oder Jahrtausende in den Felsen gefressen hatte lag still vor ihm. Von der gewölbeartigen Decke her war ein leises Rascheln zu vernehmen. Reflexartig schaute er zur Decke hinauf. Vorkas Licht reichte zwar nicht ganz bis nach oben, doch das war nicht weiter schlimm, denn von der Höhlenoberseite hingen lange, dünne Fäden hinab, an denen winzige phosphorisierende Perlen klebten. Lembras, der seinem Blick gefolgt war erklärte: „ Das sind die Fangseile von Glühwürmchen, die sich auf Höhlen spezialisiert haben. Mit den klebrigen Kugeln, die an den Fäden hängen fangen sie ihre Beute, die sie danach aussaugen.“ „ Faszinierend!“, kam es von Vendredy, der noch niemals zuvor in einer Höhle gewesen war. „ Wir müssen weiter nach hinten laufen“, bemerkte Lembras. „ Wo können wir die Pferde lassen?“, ermittelte Lunaris. „ Gebt sie mir, ich werde sie dort hinten anleinen“, entgegnete der Zwölf. Vendredy gab dem Spinnenmann nur ungern das Seil, was um Calypsos Hals hing und auch Lunaris hätte sich, nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen, lieber nicht von Shiela getrennt. Tappend verschwand der Zwölf in der Dunkelheit, die sich zu ihrer rechten ausdehnte. Nach wenigen Minuten kam der Zwölf aus der Stille der Finsternis getappt und bat sie: „ Bitte folgt mir.“ Vorkas lief direkt hinter dem Zwölf und verursachte bei jedem Schritt ein laut widerhallendes Geräusch, wenn seine goldenen Klauen den steinernen Boden berührten. Mit der Zeit verschwanden die Glühwürmchenfäden von der Decke und riesige Stalaktiten nahmen ihren Platz ein. Vom Höhlenboden reckten sich nun lang gestreckte Stalagmiten. Die Tropfsteine waren in den unterschiedlichsten Farben vorhanden. Einige waren rot gestreift oder braun geringelt, andere waren gelblich und Vendredy erblickte sogar einige orangefarbene Steine, dies alles waren sicherlich normale Farben, doch es gab auch leicht bläuliche Tropfsteinsäulen und sogar grünliche Farben waren auf den unterschiedlichsten Stalaktiten und Stalagmiten anzutreffen. In der Mitte des Gewölbes lag ein großer, unterirdischer See. Das Wasser schlug bei jedem Tropfen, der hinein fiel kleine Wellen und ein leises widerhallendes Echo war in dem Gewölbe zu hören. Sie alle, zuckten zusammen, als ein riesiger Zyn über ihre Köpfe hinweg flog. Lembras murmelte: „ Nur noch ein kleines Stück, dann sind wir am Ziel.“ Sie liefen um den See herum, der geheimnisvoll im Dunkeln schimmerte. Das Schimmern schien aus einem Punkt in der Mitte des Sees zu strahlen. Schließlich gelangten sie in eine gewölbeartige Halle. Von den Wänden hallte leises Rascheln wider und auf dem Felsboden lagen kleine Nolvknochen. Es knirschte leise, als Mendelin auf einen alten Nolvschädel trat, der augenblicklich zu Staub zerfiel. Mendelin zuckte zusammen und Vorkas lies ein klagendes Piepen hören. Der Zwölf begann zu flüstern: „ Wir gehen am besten in meine persönliche Höhle, dort kann ich euch von mir erzählen und ihr könnt mir sagen, was ihr im Lanu Gebirge wollt.“ „ Wo ist deine Höhle?“, fragte Lunaris, der sich in dem unterirdischen Labyrinth, wo Zyn ihn von allen Richtungen aus hungrig ansahen, nicht gerade gern verlaufen würde. Mit einem verschmitztem Lächeln blickte der Zwölf zu den Zyn hinauf, die dicht an dicht aneinander gekuschelt von der Höhlendecke hinab hingen. Lembras stieß einen kurzen, aber dennoch Gänsehaut verursachenden Ruf aus. Vendredy biss die Zähne aufeinander, er hasste solche hohen Töne. Sie erinnerten ihn immer an das Geräusch, dass sein Vater ausgestoßen hatte, als es von einem wilden Einhorn umgebracht worden war. Vendredys Gedanken schweiften ab.

 Damals, war er mit seinem Vater zum ersten Mal auf die Jagd gegangen. Es war ein sonniger, aber kühler Herbstmorgen gewesen. Ein sanfter Wind hatte die Spitzen der Bäume gestreichelt und sie zum Tanzen gebracht. Wochenlang hatte sich Vendredy auf diesen Tag vorbereitet. Er war vom frühen Morgen, bis spät in die Nacht hinein durch den Wald gestreift und hatte sich das Bogenschießen selbst beigebracht. Auf Eichhörnchen und Vögel hatte er gezielt. An diesem Tag, wollte er seinen Vater beeindrucken, in dem er, wie es nun mal so Brauch war, sein erstes Einhorn erlegte. Es wimmelte im Namaquawald nur so von ihnen und wenn man ein gutes Auge hatte, flink und geschickt vorging,  waren sie auch relativ leicht zu erlegen. Leise hatten sie sich auf Samtfüßen durch das Unterholz geschlängelt. Mit dem Bogen im Anschlag und pochendem Herzen hatte Vendredy das goldene Einhornfohlen ins Visier genommen. Doch sein Vater hatte den Kopf geschüttelt und gesagt: „Wir Elfen töten nur erwachsene Tiere, die eine Möglichkeit hatten sich fortzupflanzen.“ Vendredy hatte sich damals nichts aus diesen Worten gemacht, schließlich war er erst zwölf Jahre alt gewesen, doch nun verstand er sie. Still hatten sie sich an ein anderes Einhorn gepirscht. Vendredy hatte erneut die Sehne angespannt und einen Holzpfeil angelegt. Sirrend war der Pfeil auf das prächtige weiße Tier zugerast. Das Einhorn, was wenige Sekunden zuvor noch friedlich gegrast hatte, war mit einem schmerzerfülltem Wiehern herumgeschnellt und hatte sich auf seinen Vater gestürzt. „ Renn, Vendredy, renn weg!“, hatte er ihm zugebrüllt. Vendredy war gerannt, wie er noch niemals zuvor in seinem kurzem Leben gerannt war. Sein Vater dicht hinter ihm, war mit dem Fuß in einer Baumwurzel hängen geblieben und gestürzt. Keuchend hatte Vendredy sich umgewandt um ihm zur Hilfe zu eilen, doch es war zu spät gewesen. Das Einhorn hatte den Kopf gesengt und sein weißes, strahlendes Horn in ihn gebohrt. Sein Vater schrie ihm die Worte: „ Renn, Vendredy...“ noch ein letztes Mal zu, dann durchschnitt ein merkwürdiger, hoher Schrei, der letzte Schrei seines Vaters, den Licht durchfluteten Wald. Vendredy war weiter gerannt, von Trauer und Furcht gepeinigt, war er schließlich stehen geblieben, hatte seinen Bogen genommen und einen Silberpfeil an die Sehne gelegt. Du hast meinen Vater getötet, nun werde ich dich töten! Hatte er sich gedacht. Das Einhorn war näher gekommen und war herausfordernd vor ihm stehen geblieben, als wolle es sagen, ich habe es getan, weil du mich umbringen wolltest. Vendredy hatte mit Tränen in seinen verquollenen Augen die Bogensehne losgelassen. Das Einhorn war mit gesenktem Horn auf ihn zugesprungen und hatte versucht ihn ebenfalls zu durchlöchern, doch der Pfeil hatte Vendredy das Leben gerettet. Schrill schreiend, war das gehörnte Pferd zu Asche geworden und von einem jähem Windstoß davon getragen worden. Vendredy hatte das Horn, was strahlend und unversehrt ins Gras gefallen war aufgelesen und in seine Tasche gleiten lassen. Schluchzend war er zu seinem Vater gerannt und hatte ihn den langen Weg nach Hause geschleppt.

Lembras beendete das Geschrei. Vendredys, Lunaris und Mendelins Gesichter wurden weiß. Ein riesenhafter Zyn stürzte aus heiterem Himmel auf sie zu. Das Tier kam erst kurz vor dem Aufprall, auf den harten Boden, auf die Idee die Schwingen auszubreiten. Er packte Lembras mit seinen gewaltigen Klauen um die Hüfte und stob mit ihm auf und davon, in die kühle Höhlenluft. Lembras rief: „ Kommt mit, wir fliegen zu meiner Höhle!“ Lunaris fragte: „ Ich muss doch nicht etwa auf dem Zegria sitzen, oder?“ „ Doch, ich schätze schon“, antwortete Vendredy. „ Ich schlage vor, du gehst zuerst und nimmst Lunaris Krücken mit“, wandte sich Mendelin an Vendredy. Nicht sehr begeistert nickte er. Vorkas kam auf ihn zu getappt und breitete die gewaltigen, brennenden Flügel aus. Lunaris reichte Vendredy die Krücken, die er vor wenigen Tagen selbst geschnitzt hatte. Seufzend ließ er sich auf dem weichen, warmen Vogelrücken nieder. Mit einem Ruck schwang sich Vorkas in die Lüfte. Der Wind peitschte Vendredy durch das lange, hellblonde Haar. Er hatte die Arme, wie auch schon bei seinem ersten Flug um den rotgoldenen Vogelhals geschlungen. Vor ihnen kam der Zyn in Sicht, der langsamer aber geschickter vorankam. Unter ihm baumelte der langbeinige, Zwölf hin und her. Schließlich landete der Zyn Kopf unter an einer eigens für diesen Zweck angebrachte Leiste, die in der Höhlenwand verankert war. Der Zwölf wurde sogleich aus der einen Zynklaue auf ein steinernes Podest befördert. Laut und schrill singend suchte die überdimensionale Vampirfledermaus das Weite. Vorkas setzte ebenfalls auf dem Podest auf und ließ Vendredy absteigen. Schwer atmend folgte Vendredy Lembras zu einem kleinem Durchgang, der in eine von Feengläsern beleuchteten Raum führte. Interessiert schaute sich Vendredy in dem kleinen Gewölbe um. In der linken Ecke standen zwei kleine Kommoden, die mit zahlreichen Symbolen verziert waren. Neben ihnen ruhte eine große Eichenholztruhe auf der eine selbst gewebte weinrote Decke lag. Auf der rechten Seite des Raumes stand ein Elfenbett. Es war eine kreisrunde, mit Laub und Heu ausgepolsterte Mulde, die in den nackten Stein eingelassen war. An der Wand über dem Bett hing ein hübsches Gemälde. Es stellte einen Baum dar, der auf der einen Seite Blätter trug auf der anderen war er kahl. Auf der kahlen Seite war es Nacht, und die Monde standen am Himmel, auf der Blätterseite schienen die drei Sonnen. In der Mitte des Zimmers stand ein Tisch, um den herum vier Stühle ruhten. Lunaris erschien auf einem Bein hüpfend im Höhleneingang: „ Kann ich meine Stützen wieder haben?“, stammelte er. Vendredy drückte ihm die Krücken in die Hand und wollte wissen: „ War es denn so schlimm?“ „ Es war besser als beim ersten Mal, aber ich mag das Vieh trotzdem nicht!“ „ Setzt euch doch!“, bat Lembras und deutete mit einem von seinen acht Beinen auf den Tisch. Lunaris humpelte zu den Stühlen hinüber und ließ sich wackelig auf einem nieder. Kurze Zeit später schlenderte Mendelin zum offenen Eingang hinein. Lembras war durch einen schmalen Gang verschwunden, um ihnen etwas zu trinken zu besorgen. Vendredy und Mendelin ließen sich nun auch auf jeweils einem Stuhl nieder. Lembras kam mit einem Tablett in der einen und einer Schale in der anderen Hand zu ihnen herüber. Er stellte das Tablett, das mit Wassergläsern beladen war, sowie die Schale auf den Tisch. Seufzend ließ er sich auf dem einzigem noch freiem Platz nieder und meinte: „Greift nun zu!“ Vendredy streckte den Arm aus und nahm sich ein Wasserglas von dem steinernen Tablett. „ Also“, begann Lembras, „ Ihr wollt wissen, wie ich hier her kam, warum ich mich mit den Zyn verständigen kann und vor allem warum ich so aussehe?“ Die drei Freunde nickten einstimmig. Lembras räusperte sich: „ Ich erzähle es euch am besten von Anfang an. Bitte unterbrecht mich nicht, ihr könnt mich nachher noch alles fragen, was ihr wollt!
Ich lebte zusammen mit meiner Frau und meinen drei Kindern am Rand von Vandis. Der Name meiner Frau war Aniwenn, der meiner Kinder Lewnis, das war mein ältester Sohn, Ondaran, mein zweiter Sohn und der jüngste hieß…“ Lembras blickte Lunaris an, dessen Augen groß geworden waren und ihn entsetzt anblickten. „ Der jüngste hieß Lunaris.“ Lunaris grüne Augen schienen ihm nun fast aus dem Kopf zu fallen.
Er klappte den Mund auf und wieder zu, dann flüsterte er: „ Du bist mein Vater?“ Lembras nickte und wartete auf eine Reaktion, von seinem Sohn. In Lunaris Kopf schien sich eine trübe Masse rasch auszubreiten. Wie konnte dieses Scheusal, mit seinen acht Beinen sein Vater sein? „ Sie sind tot, nicht war“, fragte Lembras. „Wer“, flüsterte Lunaris zurück. „ Aniwenn, Lewnis und Ondaran.“ „ Ja, aber woher weißt du das denn?“, stammelte Lunaris. „ Ich habe es gesehen“, erwiderte Lembras. „ Wie?“, fragte Vendredy, für Lunaris, der ein Gesicht machte, als könne er niemals wieder einen Ton von sich geben. Lembras deutete auf die Schale, die er mit auf den Tisch gestellt hatte. Alle Beteiligten blickten das Gefäß ungläubig an. „ Ich kann damit sehen, was gerade überall in Enward passiert“, erklärte Lembras. „ Ich nehme mal an, dass ihr die Geschichte am besten vollständig hört, sonst überlegt ihr euch noch Dinge, die überhaupt nicht stimmen! Also, ich lebte am Rand von Vandis, zusammen mit Aniwenn, Lewnis, Ondaran und Lunaris.
Eines Tages, ich war gerade auf der Jagd und hatte dabei nicht bemerkt, dass ich bereits über die Grenze zwischen Namaquawald und Elfenland gegangen war, wurde ich entdeckt, von Menschen die einer Sklavenhandelgruppe angehörten. Wir kämpften um Leben und Tod, doch es waren zu viele. Ich erschoss genau zwei von fünf. Als sie mich gestellt hatten fesselten sie meine Hände und Füße. Sie brachten mich zu einem Haufen anderer Elfen hinüber, die ebenfalls gefesselt waren. Dann mussten wir laufen, wer zurückfiel wurde ausgepeitscht. Nach mehreren Wochen erreichten wir Hindo. Alle Elfen wurden verkauft, außer mir. Die Menschen schleppten mich weiter, durch die Savran-Wüste bis in die heilige Stadt, Savra. Sie meinten, dass es eine Ehre sei, ihrem Feuergott geopfert zu werden. In einem Kerker wurde ich eingebuchtet. Mein Fenster hatte eine gute Sicht auf den Feuertempel. Ihr könnt euch das wahrscheinlich nicht vorstellen, aber so ein schönes Gebäude hatte ich noch nie gesehen. Es war weiß und mit blauen Mosaiken verziert, die Form war ähnlich, der einer Zwiebel und von der Holzveranda hingen rote und orange Blumen hinab. Natürlich versuchte ich zu fliehen. Die Gitterstäbe waren fest, ich konnte also nicht durch das Fenster. Die Tür dagegen, war aus Holz und ich konnte sie mit Hilfe von Magie aus den Angeln sprengen. Guckt mich nicht so an! Ich war ein Elfenmagier, als ich noch ein Elf war. Ich lief einen langen, verdreckten Gang entlang und überwältigte eine Wache, die gerade Nachtschicht hatte. Ich war bereits sehr geschwächt, und zog mit letzter Kraft die Rüstung des Wachpostens über. Nun war ich so getarnt, das mich niemand erkennen konnte. Bei Nacht und Nebel schlich ich mich aus der Stadt, hinein in die offene Wüste. Als es Tag wurde, zog ich die schwere Rüstung aus, und ließ sie im Sand liegen, dass war ein Fehler. Die nächste Wache, die ihre Morgenaufsicht einnehmen wollte, fand wohl ihren Kumpanen und ließ das Warnhorn blasen. Ich hatte mich noch nicht weit genug in die Wüste gekämpft und meine Fußspuren wiesen den Menschen den Weg. Ich verwendete meine letzten Kräfte, um mich zu entmaterialisieren. Weit kam ich, mit meinen wenigen Kräften nicht, doch in diesem Augenblick war mir das alles egal. Schlafen, ich wollte nur schlafen. Noch nicht einmal meine Umgebung konnte ich wahrnehmen. Tage lang lag ich ohne etwas zu essen oder zu trinken, fast tot in einem unbekanntem Gebiet herum. Als ich nach langem Schlaf ausgeruht erwachte, lag ich in einem weichen Bett. Ein dickes, freundliches Gesicht beugte sich über mich und sagte: „ Keine Angst Herr Elf, ich werde ihnen nichts tun.“ Ich stand auf und fragte das Etwas, was es sei und wie es heiße. Es stellte sich heraus, dass es eine Koboldfrau war. Sie hatte mich vor ihrer Haustür entdeckt und sich um mich gekümmert, als ich bewusstlos gewesen war. Ihr Name war Gilwa. Sie hatte ein faltiges Gesicht, war sehr klein und sie hatte langes rotes Haar. Ich erklärte ihr, dass ich nach Hause zu meinen Kindern und meiner Frau musste, und wie ich zu ihrer Türschwelle gefunden hatte. Sie fragte mich, ob ich sehen wolle, wie es meinen Verwandten erging. Ich willigte ein und sie zeigte mir die Schale. Ich sah, wie Ondaran und Lewnis starben. Als Trost schenkte mir Gilwa die Schüssel, damit ich immer wusste, wie es Lunaris und Aniwenn erging. Zwei Tage darauf verlies ich Gilwa, um weiter zu reisen. Sie gab mir Proviant und die Schale mit. Draußen, stellte ich fest, dass ich mich im Lanu Gebirge befand. Mit frischen Kräften, wanderte ich durch die Berge. Als es zu regnen anfing, suchte ich einen sicheren Unterschlupf und fand diese Höhle hier. Ich war natürlich neugierig und erkundete mit einer Fackel, die ich im Gepäck hatte die Umgebung. Ich war nicht sehr begeistert, dass sich außer mir auch noch einige hungrige Zyn in der Höhle befanden. Mit einem Zauber brachte ich die Vampirfledermäuse dazu, Mandien zu verstehen und mir nichts zu tun. Nachdem der Regen vorüber war und ich gerade weiter reisen wollte, biss mich etwas ins Bein. Bewusstlos fiel ich zu Boden und erwachte erst spät in der Nacht. Meine Fackel war erloschen und so musste ich auf den nächsten Morgen warten, bis ich mein Bein in Augenschein nehmen konnte. Als die Sonnen soweit über die Berge gekrochen waren und das Licht ausreichte, den Biss zu betrachten, wusste ich sofort, was die Zähne in mein Fleisch gebohrt hatte. Es konnte nur ein Twinns gewesen sein. Ein Twinns ist ein Spinnentier, was nicht besonders groß, dafür aber sehr schnell ist. Mit schrecklichen Schmerzen rappelte ich mich auf und versuchte zu laufen, doch es ging nicht. Erst jetzt fiel mir ein, dass Twinns giftig waren, und tödlich noch dazu. Ich bekam panische Angst und versuchte mich zu entmaterialisieren, doch es gelang mir nicht. In Todesangst versuchte ich, die Ruhe zu bewahren. Verschwommen kam mir eine Buchseite in den Sinn. Ein Bild eines Twinns und ein kurzer Text hatten darauf gestanden. Ich hatte den Text einmal auswendig lernen müssen, in meiner Lehre. Er lautete: Twinns sind Geschöpfe der Nacht und Dunkelheit. Der Biss eines Twinns ist tödlich und äußerst schmerzhaft. Nur wenige Elfen haben einen solchen Biss schon überlebt, dazu gehörten, Quantus und Lennedus. Beide waren bedeutende Meistermagier, deren Kräfte ausreichten, das Twinnsgift zu bekämpfen. Allerdings leiden die beiden heute noch an einer unheilbaren Krankheit, die nur das Wasser des Lebens heilen kann. Niemand weiß, wo sich das Wasser befindet. Weiter weiß ich den Text nicht auswendig. Jedenfalls wurde ich durch den Twinnsbiss so hässlich und traute mich nicht, nach Hause. Meine einzigen Freunde waren die Zyn, die mich zu meiner Höhle flogen und wieder zurück. Nun, dass war meine Geschichte.“ Es folgte eine angespannte Stille. Keiner der Elfen rührte sich. Alle waren von Lembras Erzählung erschüttert. Um die Stille zu brechen, sagte Lembras: „ Nun kennt ihr meine Geschichte. Wie ist es euch ergangen? Warum seid ihr hier? Lunaris, deine Geschichte kenne ich, genau wie auch Vendredys, aber wie starb Aniwenn? Und wie ist deine Geschichte, Mendelin?“ „ Aniwenn wurde von einem Wolfsmensch angefallen und der Wolf biss ihr die Kehle durch“, murmelte Lunaris. Betrübt starrte Lembras die steinerne Tischplatte an. „ Mendelin, wie ist deine Geschichte?“ Mendelin räusperte sich und begann zu erzählen. Als er seinen Vortrag beendet hatte, herrschte für mehrere Minuten lang Stille. Schließlich fragte Vendredy: „ Dürfen wir nun Fragen stellen?“
„ Aber natürlich“, lächelte Lembras. „ Warum traust du dich nicht nach Hause?“, wollte Lunaris wissen. „ Ich dachte, dass ihr mich nicht mehr mögt, wenn ich so aussehe“, schluchzte Lembras. „Leben immer noch Twinns in den Höhlen hier?“, ermittelte Vendredy. „ Ich habe die Zyn gebeten, alle zu fressen, ich denke mal, dass es keine mehr gibt.“ „ Können wir die Nacht hier verbringen?“ „ Aber sicher, ich freue mich, wenn ich andere Gäste habe, nicht immer nur Zyn.“ „ Wo sollen wir schlafen?“, erkundigte sich Lunaris. „ Ich kann euch mein Bett geben“, erwiderte Lembras. „ Nein, danke wir schlafen am besten auf dem Boden. Wir haben doch unsere Schlafsäcke“, meinte Mendelin. Nachdem sie das Gespräch beendet hatten und ihr Schlafzeug geholt hatten, wobei Lunaris in der Höhle seines Vaters blieb, um nicht wieder mit Vorkas in Berührung kommen zu müssen, legten sie sich erschöpft schlafen. In dieser Nacht, war Lunaris nicht der Einzige, der noch lange auf war, auch Lembras hockte noch lange schlaflos in seinem Elfenbett. Es war schon sehr spät, als Lunaris eine Entscheidung fällte, er würde das Wasser des Lebens finden und seinem Spinnenvater bringen, gleich, nachdem er Serena gerettet hatte.

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A u t o r I n :  zur Autorin Farina Kiefer 

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