Unsere Autoren stellen vor :
 
Home
Arbeitstitel
Kommentare
Aktuelle Autoren
Erfolge Autoren
Verlagsliste

Meinungen zu Bookby`s
NEU - Lektorat
Arbeitstitel einstellen
Dein Buch als PDF

News
Bookby's-Shop
Link auf Bookby's
Nutzung & AGB
Impressum

 
 

Mondgesicht - Die Fortsetzung
Romane & Erzählungen

E x p o s é :

bvroman 

Die Fortsetzung: Anna Look ist eine chaotische, leicht neurotische Frau Anfang 30. Sie bereitet sich auf das Date mit dem Mann Ihrer Träume vor. Nach anfänglichen Start und Kennenlernschwierigkeiten scheint nun fast alles perfekt. Nur wie beichtet sie ihm, dass sie gar nicht die ist, für die sie sich ausgegeben hat?

L e s e p r o b e : 

   

  

  

  

  

  

  

  

  

 

  

  

  

  

 

 

 

  

  

     

  

  

  

  

  

  

  

 

  

  

 

  

  

  

  

  

  

  

  

 

  

 

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

     

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

SGD Studiengemeinschaft Darmstadt

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

    

 

  

    

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

 

 

......„Da läuft der Dieb“ hörte ich noch eine grelle ältere Frauenstimme rufen. Ja genau, ein Dieb in hell leuchtender pinker Sporthose. Wie stellt sich die eigentlich einen Dieb vor? An ein Zurückgucken war nicht zu denken. Ich hörte erst auf zu laufen als ich bei Marie vor der Wohnungstür stand. Sie öffnete völlig verdattert und verschlafen die Tür und schaute mich an wie ein kaputtes Auto.

Minuten später finde ich mich auf der Couch von Marie wieder, mit einer heißen Schokolade in der Hand-mit Schuss versteht sich. Bin ja schon ein bisschen stolz und gleichzeitig auch peinlich berührt, als ich Marie die Story erzählte. Denn sonst ist es eigentlich Marie, die des öfteren Mal männliche kurzlebige Bekanntschaften macht. In Sachen Flirting macht ihr da keiner was vor. Selbst wenn sie hässlich wär, würden ihr die Männer wahrscheinlich zu Füßen liegen. Von den Beinen und dem glänzenden langen braunen Haaren, kann ich nur träumen. Wenn wir zusammen ausgehen, kann ich meine Männersuche dezent mal einstellen, denn neben ihrer Siloutte wirke ich eher wie ein Weihnachtsbaum. Also von der Siloutte her gesehen. Im Gegensatz zu mir ist Marie überzeugter Singel und sucht nicht mal einen Mann für was ernstes. Irgendwie scheint diese Eigenschaft sehr anziehend auf Männer zu wirken, denn während mein Telefon an einem Freitag abend still und leise vor sich hin gammelt, muss sie ständig irgendwelche Männer abwimmlen, die in ihr ihre Traumfrau gefunden haben. Die Welt ist ja so ungerecht. Meist verliert sie völlig das Interesse an den Männern, wenn Sie erst einmal mit ihnen in der Kiste war. Manchmal könnte man meinen sie wär ein Typ, verpackt in einer sehr hübschen jungen Frau. Sie sagt immer genau das, was sie denkt, ist kein Stück romantisch und haut bei den Männern ca. 10 Minuten nach dem Sex wortlos ab. Mittlerweile hat Sie aber einen festen Fucking Body, auf den Verlass ist. Ihr werter Herr Nachbar, den sie vor einiger Zeit kennengelernt hat. Hier steht sie dann gerne mal in Strapse vor seiner Tür, so mitten in der Nacht, wenn sie von einer Party gerade nach Hause gekommen ist. Echt bewundernswert, ich würde mich so etwas nie trauen, bzw. bräuchte so viel Promille intus, bis ich das machen würde. Wenn ich dann allerdings so viel getrunken hab, dass so etwas tatsächlich in Frage kommen würde, ist mein Zeitfenster so verschwindet klein, dass ich mich dann doch eher auf der Toilette wiederfinde, und mein Inneres ausschütte. Und da habe ich in der tat Verständnis für, dass das die Erotik etwas, aber nur etwas dämmt.
Als ich bei der Stelle war, wo ich meinen Schlüssel bei Lars vergessen hab, schlägt sich Marie die Handfläche vor die Stirn. „Anna, oh nein, was machst du denn?“ „ja, das habe ich mich auch gefragt, also hinterher, vorher hab ich wohl eher weniger gedacht. Wie bekomme ich denn jetzt meine Schlüssel wieder? Kann ich erstmal den haben, den ich dir gegeben hab. Damit ich gleich überhaupt bei mir reinkomme?“ „Na klar, siehste, war doch gut, dass ich dich gezwungen habe, einen Schlüssel zur Sicherheit bei mir zu deponieren“ Die Alarmanlagenstory ließ Marie direkt mal eine zweite heiße Schokolade mit Schluß aufsetzten- was ja auch völlig in Ordnung ist. Hatte ja heute schließlich 10 Minuten intensiven Gogotanz, 20 Minuten heißen wilden Sex und gefühlte 100 Std. Marathonsprint zu Marie hinter mir.
„Scheiße, wie kriegen wir denn jetzt deinen Schlüssel wieder? Und wie sieht es bei dir aus, willst du diesen Lars Hiebert überhaupt wiedersehen?“ „Den würde ich schon gerne wiedersehen, aber mit meiner professionellen Tänzerstory, habe ich mir nicht wirklich viel Handlungsfreiraum gelassen, außerdem ist da ja noch die Alarmanlage. Das war ja jetzt auch nicht der eleganteste Abgang.“ „Aber die wichtigste Frage habe ich ja noch gar nicht gestellt, wie war er denn?“ „Super, der beste Sex den ich seit 4 Monaten hatte“ Und mein einziger, aber wenn interessieren schon die Details„aber es war wirklich richtig richtig gut. Verdammt, würd den  schon gerne mal wiedersehen. Kacke, was mache ich denn nu“ „Also erstmal wird der gute Dr. Hiebert jetzt bestalkt“ und eh ich mich versah, gab Marie auch schon seinen Namen bei google ein. „Dr. Lars Hiebert, geboren, 2.04.1968 dass macht ihn dann wohl 40.  Und arbeitet als Wirtschaftsingenieur bei Tibru- der Tele-kommunikationsfirma im Kölner Raum. Sieht scharf aus, dein Larsi“

Am nächsten Morgen gehe ich wie mit Marie genauestens geplant, ins Büro und bitte Laura um Mithilfe bei der Schlüsselrückholmission. Sie ist wie immer schon fleißig und pünktlich an ihrem Arbeitsplatz während ich mal wieder auf dem letzten Drücker zur Tür hereinstolpere. Die Tage, an den ich vor ihr im Büro war, kann man an einer Hand abzählen. Eigentlich sogar an einem Finger, denn es war das Bewerbungsgespräch. Da ich nicht in allen Lebenslage wert auf Details lege, erzähle ich Laura, dass ich einen Herrn Hiebert meine Schlüssel gefunden hätte und sie sich doch bitte mit Ihm in Verbindung setzten soll, um mir diese wiederzubeschaffen. Besser noch mit seiner Sekretärin- hatte ich natürlich auch schon längst gestalkt. Ist ja nicht wirklich gelogen. Er wird sie bestimmt in zwischenzeit gefunden haben. Bei sich zu Hause. Details, Details.

„Ich habe mit der Frau Sinde gesprochen, Sie wusste noch nix von einem Schlüssel, wird mich aber zurückrufen, sobald der Herr Dr. Hiebert im Büo sei, und sie Rücksprache gehalten hat. Das ist übrigens eine Schulkollegin von mir, die Frau Sinde. Mit ihr bin ich in der Berufsschule zusammen“ Jackpot! Oder? Oder vielleicht auch genau das Gegenteil? Mh, hätte ja so wesentlich mehr Stalking Connection direkt an der Quelle sitzen, aber kann mich ja schlecht vor meiner Auszubildenen…. Naja, erstmal Haltung bewahren und gucken, wie die Schlüsselrückholmission läuft.

Den ganzen Tag konnte ich natürlich an nichts anderes denken. Jedes mal wenn Laura in mein Büro kam habe ich mit angehaltenem Atem erwartend geguckt, was sie zu sagen hat. Am Nachmittag musste ich zu einem Außentermin um mit einem Kunden eine Location für sein Firmenevent aufzusuchen.  Um kurz vor 5, bin ich also schnell zurück ins Büro um eventuelle Schlüsselnews von Laura zu erfahren. Ich bin natürlich ganz cool ohne nach meinem Schlüssel zu fragen wieder zur Tür reingekommen-wollte mich ja möglichst unauffällig verhalten. Weil Laura noch nichts gesagt hat, tänzelte ich übertrieben oft am Empfang hin und her. Kacke, jetzt zog sich Laura schon ihre Jacke an, schien also nichts Neues zu geben. „Dann bis morgen Laura. Ich wünsch dir einen schönen Feierabend“ „Danke Anna, ach ja und die Frau Sinde hat sich gemeldet“ achja! achja !?! was heißt hier achja, raus mit der Sprache! „Und, was meinte sie?“ kam von mir natürlich ganz cool. „Sie meinte, sie lässt dir die Schlüssel morgen per Kurier zukommen.“ „Super, dann würde ich sagen bis morgen“ Und weg war sie. Per Kurier, wow, ob ich wohl noch etwas mehr vom Kurierdienst bekomme, als nur die Schlüssel. Vielleicht eine romantische verschlüsselte Einladung zu einem Rendezvous. Oder im komme morgen in mein Büro und es ist über und über voll mit Blumen. Weiße Lilien, meine Lieblingsblumen versteht sich, welche Information er durch stundenlanges Recherchieren in Erfahrung gebracht hätte. Ja, wehe er würde nur seine Nr. hineinlegen, auf so einem Niveau würde ich ihm natürlich keinerlei Aufmerksamkeit schenken.

Also bin ich natürlich vor dem nach Hauseweg bei Douglas vorbei, um mich für morgen perfekt zu Stylen. Ich suchte mir die am wenigsten geschminkte Verkäuferin raus um mich von Ihr beraten zu lassen. Was bei den Douglasangestellten eine Nuancenentscheidung ist. Ich habe das Gefühl, dass die Geschäftsführung den Mitarbeitern vorschreibt, so viel Make up, Puder und Schminke aufzutragen, wie es das Gesetz der Schwerkraft hergibt, um den Kunden als menschliches Schminkköfferchen bereits eine Auswahl zu bieten. Also bin ich auf eine Verkäuferin zugegangen, mit relativ wenig Schminke. Wobei die Betonung hier auf „relativ“ liegt. Ich schwärmte ihr vor, dass meine Schwester ein so tolles Make up von Dior besitzen würde, ob sie mir auch so etwas in der Richtung empfehlen könne. „Aber sicher, wie viel wollen Sie denn ausgeben?“ Was für eine Frage, so viel wie nötig und so wenig wie möglich. „Ich dachte so um die 40 €“ „Was halten Sie denn davon, wenn ich Ihnen ein Produkt empfehle, dass zuerst ihre schwarzen Punkte im Gesicht bereinigt und sie vorerst auf ein günstigeres Make up ausweichen. Denn wissen Sie, wenn die Basis nicht stimmt, kann auch das teuerste Make up nicht viel erreichen“ Mpphh Das war aber eine Abreibung. Mit einer Tube schwarzer Schlickmaske und einem Make up der Billigmarke von Douglas habe ich den Laden verlassen.

Die Maske brannte leider wie Hölle, so dass sie bis heute in meinem Badezimmer in der hintersten Ecke steht, neben den ganzen teuren Produkten, die nicht benutze aber auch nicht wegschmeißen will, weil sie so teuer waren. Also mit der Maske im Gesicht habe ich mir zu Hause etwas gekocht. Ich zehre ja immer noch von den viel zu viel verbrannten Kalorien von meiner sportlichen Aktivität nach dem Gogo tanz. Während die Nudeln kochen, und ja, ich zähle Nudeln kochen definitiv zum kochen dazu. Denn wenn Nudeln machen nicht zum kochen zählen würde, würde das meine Kochkünste auf ein Gericht beschränken, nämlich die Lauchcremesuppe von Maggi. Und das ist nun wirklich anspruchsvolles Kochen. Hackfleisch anbraten, Lauch schneiden und dünsten, und sogar Frischkäse unterrühren, da mutieren ich so manches Mal zu einem Tim Mälzer. Da mein Hunger mich nicht loslässt greife ich schon einmal zu einer leckeren Chipstüte cheese and onion von Lorenz. Ich liebe diese Chips, nur kann man sich danach nur noch mit Menschen mit einem Sicherheitsabstand von 2 Metern und Gegenwind unterhalten- aber super lecker. Am schönsten daran ist, ist das ich keinen nervtötenden Freund mehr namens Max habe, der mir das Chipsessen vor dem Essen verbietet „Anna, du musst doch jetzt keine Chips essen, es gibt doch gleich richtiges Essen“ Immer diese vernünftige Art, dabei bin ich doch nicht ohne Grund bei meiner Mutter ausgezogen, Oder noch besser „Anna, wenn du deine Klamotten ausziehst, kannst du sie auch direkt aufhängen oder wegräumen“.  Arrggh

Marie war an diesem Abend mit einem Herrn Küster verabredet. Erst ein 4 Sterne essen und danach wahrs. wilden hemmungslosen Sex, so wie ich Marie kenne. Mein Abend mit Nudeln Chips und Wäsche waschen kann da nicht so wirklich mithalten. Aber musste er ja auch nicht, denn ich musste mich ja mental auf meinen aufregenden morgigen Tag vorbereiten. Wer weiß, wie viel Action ich da verkraften müsste.

Top motiviert bin ich um 9 Uhr am nächsten morgen im Büro. Noch kein Kurierfahren in Aussicht. 10 Uhr, immer noch nix. Um 11 klingelt das Telefon „Hallo Anna, ich hab hier einen Herr Busch in der Leitung, der gerne mit dir sprechen möchte“ „Alles klar Laura, stell ihn durch. Anna Look bei Special Look, was kann ich für Sie tun?“ „Hallo Frau Look, mein Name ist Martin Busch von der Firma Tibru und ich würde Sie gerne für eine Geschäftsveranstaltung buchen“. Tibru, Tibru, irgendwie dämmerte  mir etwas, aber ich kam nicht drauf. „Gerne Herr Busch, ich schlage vor wir lernen uns einmal persönlich kennen um die Details zu besprechen. Passt Ihnen Freitag um11 Uhr?.. Super..ich stelle Sie zurück zu der Frau Brecht um Ihre Adresse aufzunehmen“. Tibru, Tibru, Tribu, mmhh immer noch nix. Es klingelte, leider nur an der Tür und noch nicht in meinem Hirn. Da ich wusste das Laura am telefonieren war, sprang ich auf um die Tür zu öffnen. Und da stand er vor mir, der  heißersehnte Kurierfahren. „Sind Sie Frau Look?“ Scheiße, das würde ja bedeuten, dass Lars meinen Nachnamen wusste. Und wenn er mich gegoogelt hat, dann .. aber ne, Männer googeln doch nicht, oder? „Ich habe hier eine Zustellung von der Firma Tribu“ Doppelt scheiße, jetzt klingelte es endlich bei mir. Wie in Trance unterschrieb ich den Zustellungsbescheid und ging zurück in mein Büro. Eine schwarze Box hielt ich in der Hand. Emotional war ich schon auf einen Ring, einen Heiratsantrag oder ein Zertifikat, dass er ein Stern nach mir benannt hatte, vorbereitet. Ich machte den Deckel auf und sah meine Schlüssel. Mmmhh, gut, vielleicht habe ich ja ein Detail übersehen. Nachdem ich die Box 10 Minuten von oben bis unten studiert hatte, geprüft hatte ob nicht vielleicht ein zweiter Boden existiert, traf mich die Realität. Der Sack, nicht einmal eine Notiz, nichts. Einfach kommentarlos hatte er mir die Schlüssel geschickt. Auf einmal wär eine kommtentarlose Nummer doch gar nicht so doof gewesen. 

Ring Ring „Hallo Marie, ich zwäng mich gerade in das Kleid.

S e i t e n z a h l :  220 
A u t o r I n :  k.A. 
V i t a :  k.A. 

Zu Favoriten hinzufügen (0) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 249

Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Nur registrierte Kritiker können Kommentare schreiben.
  Möchten Sie Kritiker bei uns werden?

Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze - www.mamboportal.com
All right reserved

 
Benutzer Bewertung: / 1
SchlechtSehr Gut 


Yatego - Erfinder der Shoppingfreude